|
Cosmo - Boxer aus dem Proletariat des real existierenden Sozialismus,
geboren 1963 im geteilten Berlin, in der ehemaligen DDR.
Verraten an die Staatssicherheit, politisiert und
kriminalisiert von einem Regime,
das seine Untertanen zu Lügnern, Verrätern, Schweigenden
und Verängstigten machte.
Dass Cosmo sich von nichts und niemandem vereinnahmen lässt, bezahlt er mit seiner Verurteilung zu 8 Jahren Zuchthaus. Cosmo beugt sich nicht, auch nicht in Bautzen, und er ist kein Namhafter, der mit prominentem Protest oder dem Spiel bezahlter Winkeladvokaten rechnen konnte, noch mit einer glaubwürdigen Rehabilitation im Westen, wo er nach dem Mauerfall strandet. Mit seiner Stimme und seiner Gitarre taucht er in Hamburg und Berlin auf, tobt durch das Nachtleben der neuen Welt und droht auch dort ein Ausgestoßener zwischen allen Stühlen zu werden. Es ist wohl seiner ungebrochenen Treue zu Brel zu verdanken, dass - nach Jahren getäuschten Lebens - Cosmo seinen Weg als Sänger findet, überzeugt von der Kraft und Aufrichtigkeit Brel'scher Chansons. |
|
